… und wie du sie vermeidest

80% ist enorm viel. In diesem Bereich liegt der Anteil neuer Online-Shops, der es nicht über die 3-Jahres-Hürde schafft. Vielleicht machst du dir Sorgen, dass du dazu gehören könntest? Lass‘ uns das heute aus dem Weg räumen und herausfinden, welche Fehler sie machen!

Das Problem ist nämlich meistens ganz einfach, dass die Gründer nicht ausreichend vorbereitet waren und unterschätzt haben, was auf sie zukommt. Die Frage lautet also offensichtlich: was kann man tun, um sich gut vorzubereiten und zu denen zu zählen, die längerfristig erfolgreich werden?

Die gute Nachricht ist: allein die Tatsache, dass du auf dieser Seite gelandet bist, lässt darauf schließen, dass du dein Projekt professioneller angehst als die meisten und damit liegen deine Erfolgschancen schon am oberen Ende! Und wenn du dann noch die potentiellen Fallstricke kennst, kannst du sie gezielt beseitigen und den Weg für deinen Erfolg ebnen!

Ein Tipp (in eigener Sache :-)): mein eCommerce-Starter-Kurs führt dich sicher durch die Anfangsphase und hift dir sicher zu stellen, dass du keine teuren Fehler machst und nichts Wichtiges vergisst.

 

Jetzt aber, sehen wir uns die häufigsten Probleme einmal an:

1. Das Produkt

Eine häufige Unachtsamkeit: der Shopbetreiber geht von sich aus und wählt Produkte, die ihm persönlich gefallen. Was zählt ist jedoch nur, ob das Produkt den Kunden zusagt!

Die Lösung heißt: recherchieren, validieren und testen! Ideen wenn möglich vorab prüfen, in kleinen Stückzahlen ausprobieren und vom Markt bestätigen lassen, bevor man in große Volumina investiert.

2. Fokus auf Preis

Ein weitverbreiteter Fehler! Der Preis alleine macht leider noch keine Erfolgsstrategie aus. Das Produkt benötigt Alleinstellungsmerkmale.

Wichtig ist außerdem die Gesamtheit des Angebots, das auch Aspekte wie das Einkaufserlebnis, die Funktionalität des Shops, die Verfügbarkeit des Produkts oder die Lieferzeit umfasst. Jeder Aspekt muss berücksichtigt und optimiert werden, das Erlebnis des Kunden verbessern und zum Mehrwert beisteuern.

3. Fehler im Sortiment

Der Geldeinsatz und Aufwand für die Pflege eines breiten Sortiments wird leicht unterschätzt. Eine sichere Strategie ist, mit wenigen Produkten zu beginnen bis sich die gesamte Infrastruktur mit allen Abläufen eingespielt hat und die Finanzen stabil und harmonisch fließen.

Erst wenn sozusagen ‚Level 1‘ gemeistert ist, ist es ratsam, das Sortiment langsam – den Kapazitäten entsprechend – auszuweiten. Es hilft enorm, von Anfang an auf flexible Systeme und Logistik zu setzen – mit geringen Fixkosten beim Start, aber der Möglichkeit stetigen Wachstums!

4. Die Zahlen

Lässt sich mit den Preisen, Margen und Kosten überhaupt wirtschaftlich arbeiten? Eigentlich eine selbstverständliche Überlegung. Trotzdem passieren hier häufig Fehler und zu wenig Gründer beschäftigen sich wirklich intensiv mit ihren Zahlen. Versuche alle Aspekte zu berücksichtigen.

Rechne zum Beispiel durch, wie viel dir pro Einheit übrig bleibt und wie viel du verkaufen musst, um dein Ziel zu erreichen. Einen praktischen Rechner gibt es kostenfrei hier. Wann ist dein Projekt kostendeckend? Funktioniert der Cashflow und wie viel Budget bleibt für Werbung? Die Ausarbeitung eines Business-Plans hilft Klarheit zu schaffen!

5. Marketing-Strategie

Beim Verkauf auf Marktplätzen liefern die Plattformen bereits ordentliche Besucherströme. Dennoch gilt es, im Wettbewerb hervorzustechen. Beim eigenen Webshop steht der Betreiber vor der Herausforderung, Kunden überhaupt erst anlocken zu müssen.

Strategien hierfür gibt es ungefähr so viele wie Shops – und täglich kommen neue Möglichkeiten hinzu, in unserem schnellen digitalen Zeitalter. Ideen für die Vermarktung sollten von Anfang an geplant und regemäßig überarbeitet werden, um den Erfolg nicht dem Zufall zu überlassen.

Florian Schoel: Erfolgbar machen (Buch) 5 Schritte zur Erstellung des eigenen Geldflusses - Fehler vermeiden
Lektüre-Tipp!

6. Shop-Design

Heutzutage ist es weder teuer noch aufwendig, einem Shop eine ansprechende Fassade zu verpassen. Dennoch wirken nicht wenige Shops optisch eher abschreckend – ein einfach zu vermeidender Fehler. Wer selbst kein Händchen dafür hat, sollte jemanden mit einem Auge für Design drüber schauen lassen.

Im Zweifel gilt: weniger ist mehr! Wenige verschiedene Farben, Schriften und Bausteine sorgen für ein harmonisches Gesamtbild und entspanntes Erlebnis. Irritation und Überforderung führt zu Kaufabbrüchen! Auf jeden Fall muss das Design auch auf mobilen Geräten gut ankommen!

7. Shop-Funktionalität

Der Kunde will schnell und sicher zum Ziel. Er bringt wenig Zeit mit und nur knappe Aufmerksamkeit. Die Zeit, die er in deinem Shop verbringt, muss so reibungslos und angenehm wie möglich verlaufen!

Enorm wichtig sind zum Beispiel eine übersichtliche Struktur im Menü und gute Such- und Filterfunktionen. Die Seiten müssen in wenigen Sekunden laden und genau das liefern, was der Kunde sucht – sonst ist er schneller wieder weg als er da war und kommt wahrscheinlich nie wieder.

8. Zahlungsoptionen

Die Zahlungsoptionen müssen dem entsprechen, was der Kunde kennt und erwartet – und ihm die Zahlung so einfach wie möglich machen. Ungewöhnliche Zahlungsmodalitäten können als zusätzliches Angebot interessant sein, auf jeden Fall sollte der Kunde jedoch auf die ihm gewohnte und einfache Art und Weise zahlen können – alles andere schreckt zunächst ab.

Die bekanntesten und beliebtesten Optionen sind aktuell Paypal, Kreditkarte, Lastschrift, Rechnung, Überweisung.

9. Verpackung und Versand

Auch wenn die meisten Kunden nicht gerne dafür zahlen, so liefern sie doch schnell Kritik wenn der Händler an diesen Punkten spart. Diesen Spagat gilt es zu meistern. Die Verpackungsmaterialien sollten die Ware mehr als ausreichend schützen, sicher ans Ziel bringen und ordentlich aussehen.

Auch der Standard der Versanddienstleister variiert und ein schlechter Service bei der Zustellung wirft leider seinen Schatten auf den Shop. Die Zusammenarbeit mit einem Fulfillment-Dienstleister, zum Beispiel, kann die Kosten für bessere Versandoptionen verringern.

 

Klingt eigentlich alles logisch, oder? Sich der Anforderungen bewusst zu sein ist der erste wichtige Schritt. Aber vielleicht hast du dich beim Lesen ertappt und gemerkt, dass du den ein oder anderen Punkt am liebsten unter den Teppich kehren würdest? Dann ist das wahrscheinlich genau der Bereich, auf den du noch mal ein Auge werfen solltest!

Falls du dabei Fragen aufdeckst, werf‘ sie in die Gruppe – du bist nicht alleine :-). Und denk‘ daran: nichts ist von Anfang an perfekt! Wichtig ist, zu starten und dann kontinuierlich zu optimieren! So kommt man jeden Tag einen Schritt weiter und bleibt auf Erfolgskurs!

Beste Grüße,
Motivation, Inspiration und Erfolg!
Cheryl